und Menschen müssen sterben, die Welt hört nicht überall zu, der Westen schaut weg und es wird eine Lügenschlacht in den Medien geführt.
Dies geschieht in einem Ausmaß das ich zwar für möglich gehalten habe, aber in dieser Weise zum ersten Mal selbst verfolgen konnte, a) durch das Internet, b) durch das Kabelfernsehen. Erst durch diese beiden Errungenschaften der modernen Kommunikation ist es mir möglich geworden innerhalb kurzer Zeit zwei völlig verschiedene Blickwinkel auf diese humanitäre Katastrophe im Kaukasus zu haben.
Hätte ich nicht den
Spiegelfechter gelesen, der schon am 7.Mai diesen Jahres über Georgien und seine abtrünnigen Gebiete und die Hintergründe und Geschichte berichtet hatte, wäre ich vermutlich erst viel später darauf gekommen, die Berichte in ARD und ZDF kritisch zu hinterfragen und zumindest einmal
die russische Sicht der Dinge zu erforschen. Durch das digitale Kabelfernsehen war ich immerhin in der Lage die russischen Berichte zu verfolgen. Und das war etwas vollkommen anderes als bei ARD. Immerhin am Sonntag Abend ist man von harter Anti-Russland-Propaganda (inklusive Falschmeldungen) auf eine noch etwas verhaltene Kritik an Saakaschwilis Politik umgeschwenkt, so wenigstens mein Eindruck.
Ich liste jetzt mal auf, welche Internet-Beiträge mir in diesem Zusammenhang hilfreich erscheinen um die Ursachen des Konflikts und seine möglichen Auswirkungen auf die Weltpolitik zu beleuchten:
Immer wieder gerne lese ich
Jens Berger, der eine sehr ausgewogene Berichterstattung pflegt.
Eine einleuchtende Erklärung für den Konflikt liefert auch
Jürgen Elsässer auf NDKleine Presseschau gibt es auch
hier, dabei ein Zeugenbericht eines Amerikaners der zufällig in Georgien Urlaub machte.
Ebenfalls und noch tiefer in die Materie steigt
Radio Utopie ein, die zwischendurch mit einem Hackerangriff zu kämpfen hatten, es ist also bei weitem kein freier Raum mehr vorhanden in der Welt der Informationsflüsse.
So auch bei
Mein Parteibuch geschehen.
Der Unbeugsameführt einen Blog zur Aufklärung der Medienlügen über Russland, also ist auch hier einiges zu finden.
Hier findet ein Krieg statt mit unglaublich vielen Opfern in der Bevölkerung, man spricht von 2000 Menschen in 2 Tagen und es werden noch mehr folgen, wenn nicht augenblicklich von westlicher Seite dem georgischen Aggressor die Hände gebunden werden.
Den zynischen Vogel hat indes eine enge Freundin von Anna Politkowskaja,
Julia Latynina in WELT Online abgeschossen:
Das Joint Venture der Lubjanka-Tschekisten und der ossetischen Banditen interessiert sich für Russland etwa so, wie sich ein Krebstumor für seinen Wirt interessiert. Wir sollten Saakaschwili für die Chemotherapie danken.Dieser Beitrag sollte eigentlich in meinem mehr gesellschaftskritischen Blog
"Im Fluss der Begegnungen" erscheinen, aber der Teufel will, dass ich meinen Account zufällig gerade erschöpft habe, oder irgendwas mit ihrem Server ist los. Einstweilig bringe ich dann meine Meinung und meine Beobachtungen eben hier unter.